Montag, 5. November 2012

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NEWS:
Ursprünglich war diese Seite dafür geplant, Investoren auf die für Europa besonders günstigen Standortvorteile der Kanarischen Inseln aufmerksam zu machen.
Diese Vorteile gibt es nach wie vor und sind immer noch einmalig im EU-Raum.

Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.de

Nun aber haben sich inzwischen die Lebensbedingungen der Menschen auf den Kanaren durch die spanische Wirtschaftskrise drastisch verschlechtert.
Als südwestlichste EU Zone - rund 1600 km vom spanischen Festland entfernt - hatten die Kanarischen Inseln schon immer die geringsten Durchschnittslöhne aller spanischen Regionen. Mit einem Durchschnittslohn von 19.315 Euro/Jahr liegen die Arbeitnehmer um 3.385 Euro unter dem gesamtspanischen Durchschnitt. Nach den jüngsten vom INE (Nationales Institut für Statistik) erhobenen Zahlen liegt der Lohn damit um 15,2 %  unter dem spanischen Niveau.

Dazu kommt eine extrem hohe Arbeitslosigkeit von über 30% und damit auch höher als der spanische Durchschnitt mit schon einer Arbeitslosenquote von 25%.
Die Rezession vernichtet weitere Arbeitsplätze und die Probleme im Finanzsektor sind noch lange nicht gelöst. Die Situation ist unsicherer denn je. Auch alle Sparanstrengungen der Regierung sind nach Expertenmeinung "nicht nachhaltig" genug. Büßen und zahlen muß eh der kleine Mann.

Das treibt aus der Not heraus nun viele Canarios dazu ihren Inseln und der Krise zu entfliehen und wo anders bessere Lebensbedingungen zu suchen.
In Spanien gibt es nicht das soziale "Hängemattenprinzip", wie in Deutschland. Nach einer kurzen Zeit der Arbeitslosigkeit sind die Ansprüche an den Staat erschöpft und der Kandidat fällt durch die weiten Maschen des hiesigen Sozialsystem.

Es gibt auf den Kanaren eine Vielzahl von Familien die ihr Brot jetzt ganz genau einteilen müssen, um nicht am leergefegten Tisch zu sitzen.
Die Familien sind größer - und mehr hungrige Mäuler zu stopfen. Also muß der Standort gewechselt werden - es wird "Emigriert".
Früher waren es Länder in Südamerika wie Kuba oder Venezuela. Die haben allerdings heute mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen, so daß Nordeuropa wie etwa Großbritannien oder auch Deutschland interessant wird.

In den Monaten Januar bis September 2012 wanderten 55.000 Spanier bereits aus. Das sind 21,6 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Im Grunde noch eine überschaubare Zahl die jedoch in Zukunft kräftig anwachsen wird.
Von den ehemals hier tätigen Ausländern sind bereits mehr als 365.000 Personen in ihre Heimatländer zurückgekehrt. Es waren vor allem Marokkaner und Südamerikaner die mangels Jobchancen Spanien den Rücken kehrten.

Die Not macht nun erfinderisch und weckt auch vermehrt die Bereitschaft vieler Canarios ihre geliebte Heimat zu verlassen. Die Zukunftsaussichten sind düster und es wird sich daran in nächster Zukunft auch nicht viel zum Positiven ändern. Es könnte aber auch noch Schlechter kommen - das ist die vorherrschende Meinung.
Der Ausbildungsstand ist recht gut, allerdings mit dem deutschen Niveau nicht unbedingt zu vergleichen. Viele haben studiert oder können auf eine mehrjährige Berufspraxis verweisen... und der Wille ist vorhanden in einer neuen "Heimat" Fuß zu fassen und zu Leben. Allerdings gibt es nur sehr wenige die auch die deutsche Sprache beherrschen.
Als EU Mitglied gelten für alle Canarios die Freizügigkeiten der Europäischen Union (keine Arbeits- oder Aufenthaltserlaubnis).

Ich möchte meinen "Nachbarn" helfen und als "halb Kanarier" Wege suchen dieses Leid zu mildern. Als Schnittstelle zwischen den Kanaren und Deutschland (auch Österreich und Schweiz) stoße ich jetzt einfach einmal eine Initiative an, die hoffentlich zu einem Erfolg führen wird.

Es wären zunächst Ideen und Vorschläge, aber auch konkrete Stellenangebote interessant und willkommen.
Vorrangig geht es um die Interessenten der Westinseln La Palma, La Gomera und El Hierro. Die Inseln die in der Vergangenheit am wenigsten vom Touristenboom profitiert haben und heute die Not und Arbeitslosigkeit am Größten ist.

Wer hat Kontakte und würde etwas Zeit opfern an dieser Idee mitzuarbeiten?

Wer hat in Deutschland eine Arbeitsstelle anzubieten und würde sich auch in der Anfangszeit um die sozialen Bedürfnisse (Wohnung, Behördengänge usw.) etwas kümmern?

Vielleicht können wir so etwas in Bewegung setzen um zum einen dringend benötigte Arbeitskräfte für offene Arbeitsstellen zu finden und zum zweiten den Canarios mit Arbeit und Einkommen zu helfen.

Wer hierzu etwas beitragen kann und möchte, schickt mir seine Idee oder seinen Vorschlag an La.Palma@web.de
Ich will dann versuchen die Interessen zu koordinieren, zu publizieren und evtl. in Zusammenarbeit mit den hiesigen Behörden umzusetzen.

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