Donnerstag, 12. Juli 2012

Es muß massiv gespart werden

Rajoy verordnet Spanien massives Sparpaket


Madrid (Reuters) - Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy hat dem schuldengeplagten Euro-Land ein umfassendes Spar- und Reformprogramm verordnet, das in den nächsten zweieinhalb Jahren 65 Milliarden Euro einbringen soll.

Dies soll unter anderem durch eine Anhebung der Mehrwertsteuer um drei Punkte auf 21 Prozent erreicht werden, sagte Rajoy im Parlament am Mittwoch. Die Hilfen für Arbeitslose kommen auf den Prüfstand. Zudem soll eine Verwaltungsreform und der Verkauf von Staatsfirmen das Budget aufbessern. Rajoy kündigte an, Flughafen-, Eisenbahn- und Hafen-Vermögen zu Geld machen zu wollen.

Bei den indirekten Steuern auf Energie stehen ebenfalls Erhöhungen an. Auf der Streichliste stehen Steuervergünstigungen bei Immobilien. Die Einkommenssteuer soll in der viertgrößten Volkswirtschaft dagegen sinken. Weniger Geld in der Tasche werden dagegen künftig Beamte haben. Die Leistungen für Beschäftigte im öffentlichen Dienst werden gekürzt. Auch das Weihnachtsgeld im höheren Dienst fällt 2012 aus. Weiterlesen in Reuters Deutschland.

Auf den Kanaren gilt ein anderer Mehrwertsteuersatz. Er betrug bisher 5 % und wurde bereits ab 1.7.2012 auf 7 % erhöht. Eine Erhöhung um fast 40 %.
Der Mehrwertsteuersatz mag gering erscheinen, ist aber durch das niedrige Lohngefüge und die hohen Verbraucherpreis doch drastisch.

1 Kommentar:

  1. Trotz aller Widrigkeiten wünsche ich mir immer noch sehr meinen Lebensabend auf den Kanaren verbringen zu dürfen. Am liebsten in El Hierro's wilder und schöner Natur. Vielen Dank für Ihre sehr authentische Berichterstattung über El Hierro!

    Warum macht Spanien nicht aus dem leerstehenden Wohnraum altengerechte Wohnungen. Und lässt tausende neuer Arbeitsplätze im Pflegebereich entstehen. Stattdessen werden die wenigen Seniorenheime auch noch geschlossen:

    http://www.nw-news.de/lokale_news/bielefeld/bielefeld/6611514_Hartes_Los_in_den_Residenzen.html

    Herr Betzwieser, wäre das nicht eine lukrative Investitionsidee speziell für die Kanaren? Das Klima ist dafür einfach ideal. Und Kaputtsparen hilft auch nicht weiter, wenn tausende Gebäude im Leerstand verfallen und die Bevölkerung in Arbeitslosigkeit erstickt.

    Oder sollte Spanien die Kanaren mit Infrastruktur besser an die EZB oder Deutschland verpfänden - als Pfand für die kommenden Hilfeleistungen? Finnland zahlt z.B. nur noch Hilfeleistungen gegen Pfand und hat deshalb das letzte Moodys-Chaos-Rating heil überstanden.

    Mir schwirren noch so einige Ideen im Kopf herum ... nur sparen ist doch langweilig ...

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