Samstag, 7. April 2012

Zum Nachdenken

Einen interessanten Kommentar habe ich in der TAZ.de gefunden:

Selbst wenn Öl gefunden wird, bleiben fossile Brennstoffe Luxus

Gezielt falsch informiert
Kommentar von Reiner Wandler

Spaniens Konservative demontieren das Land. Während – gegen die Proteste der Regionalregierung und der Bevölkerung – Repsol vor den Kanarischen Inseln bohren darf, wurde zum Jahreswechsel die Einspeisevergütungen für Wind- und Sonnenenergie auf unbegrenzte Zeit gestrichen. Spanien war bisher eines der Länder, die ganz vorn mitspielten, wenn es um die Erneuerbaren ging.

Wind und Sonne ermöglichten eine flächendeckende Industrialisierung, wie sie Spanien nie zuvor erlebt hat. Noch ist die Branche international wettbewerbsfähig. Doch jetzt drohen Zehntausende von Arbeitsplätzen verloren zu gehen.
Die Regierung behauptet, die Erneuerbaren seien zu teuer. Das ist eine gezielte Falschinformation, denn der Preis für fossile Brennstoffe wird unaufhörlich weitersteigen. Ein Land, dass zu 85 Prozent vom Energieimport abhängt und dessen negative Handelsbilanz zu 70 Prozent auf Öl- und Gasimporte zurückgeht, kann es sich nicht leisten, auf erneuerbare Energie zu verzichten. Nicht Wind- und Sonnenenergie sind Luxus, sondern die fossilen Brennstoffe – selbst wenn auf den Kanaren Öl gefunden wird.

Die großen Energieversorger, die in den letzten Jahrzehnten fossile Kraftwerke ausgebaut, mit Algerien exklusive, undurchsichtige Erdgasverträge ausgehandelt und die Laufzeitverlängerung für AKWs durchgesetzt haben, regieren in Spanien mit, und sie zeigen sich dafür erkenntlich.- weiterlesen TAZ

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