Samstag, 29. Oktober 2011

Spanien - Aussichten im Maschinen- und Anlagenbau

Germany Trade&Invest hat am 25.19.2011 einen neuen Bericht zur künftigen spanischen Entwicklung im Maschinen- und Anlagenbau heraus gegeben:

Die Nachfrage nach Maschinen und Anlagen in Spanien nimmt langsam wieder zu. Allerdings dürften die laufenden strukturellen Umstellungen in der Branche in den kommenden Monaten weitergehen. Mit Betriebseinstellungen und Arbeitsplatzabbau ist zu rechnen. Im öffentlichen Sektor gehen viele Vorhaben durch die Haushaltssanierungen nur schleppend voran. Deutschland ist weiterhin das wichtigste Lieferland für Maschinen und Anlagen im Energiesektor, im Umweltbereich und in der Wasserwirtschaft.

Marktentwicklung/-bedarf

Spanien kämpft weiterhin mit den Folgen der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise und den damit verbundenen Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank 2009 um 3,7% und 2010 erneut um 1%. Im laufenden Jahr wird lediglich mit einer Erhöhung von 0,7% gerechnet und auch 2012 wird aus heutiger Sicht nur ein leichter Anstieg von etwa 1% für möglich gehalten.

Für 2011 geht der Branchenverband Asociación Nacional de Fabricantes de Bienes de Equipo (SERCOBE) nach der Unternehmensumfrage des 1. Halbjahres von einem Umsatzanstieg von etwa 5% aus. Die Importe könnten um rund 3%, die Exporte um circa 12% zunehmen. Bei der Binnennachfrage prognostizierte er ein Plus von ungefähr 4%. Nach einer überdurchschnittlich starken Dynamik im 1. Halbjahr 2011, erwartet der Verband infolge der generell zu registrierenden Verlangsamung eine Abschwächung im 2. Halbjahr. Für 2012 wird mit geringeren Zuwächsen gerechnet.

Auch für die gesamte verarbeitende Industrie wird im 2. Halbjahr 2011 und für das Gesamtjahr 2012 von abgeschwächten Steigerungen ausgegangen. Im klassischen Nachfragesektor, dem Automobilbau und der Kfz-Teile-Herstellung, hängt die weitere Entwicklung von den Exporten ab, da weit über 80% der Produktion ausgeführt wird. Gering dürften sich die Wachstumsmöglichkeiten im Nahrungs- und Genussmittelsektor und damit auch im Verpackungsbereich zeigen. Eher rückläufig werden sich die Trends im Bausektor sowie bei Holz entwickeln.

Vom Verkehrssektor (Schienenverkehr) gingen während der vergangenen Jahre ganz entscheidende Impulse für die Branche aus. Infolge der laufenden Konsolidierungen der öffentlichen Haushalte sind die Anstöße nun jedoch sehr gedämpft. Auch der Flugzeugbau zeigt sich verhalten.

Dagegen erwartet der Verband unverändert gute Möglichkeiten in der Energiewirtschaft (Petrochemie und erneuerbaren Energien), der Wasserwirtschaft (Wasserkraftwerke, Wasseraufbereitung, Schmutzwassersanierung, Kläranlagen) und dem Umweltbereich (Abfallmanagement). Den vollständigen Bericht herunterladen.

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