Donnerstag, 1. September 2011

Die spanische Bauwirtschaft 2011

Die Krise in der spanischen Bauwirtschaft hält an. Aufgrund des Überangebots liegt der private Wohnungsbau weiterhin am Boden. Zudem bringt die Haushaltssanierung einen spürbaren Rückgang der öffentlichen Baunachfrage mit sich. Beide Entwicklungen dürften die Wiederbelebung der Branche länger hinauszögern als erwartet. Chancen für ausländische Unternehmen ergeben sich grundsätzlich im Infrastrukturbau, bei Energieeffizienz sowie für Firmen mit Spezialwissen und -Produkten
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Marktentwicklung/-bedarf

Das spanische Baugewerbe nahm über Jahre eine Schlüsselstellung innerhalb der Wirtschaftsentwicklung des Landes ein. Bis zum Jahr 2006 ist die Bauwirtschaft schneller gewachsen als die Volkswirtschaft insgesamt. Seit 2007 hat sich das Tempo der Bauwirtschaft verlangsamt und seit 2008 schrumpft der Sektor (2008: real -5,9%; 2009: -11,9%; 2010: -11,2%). Auch 2011 wird mit einem weiteren Rückgang des Bauvolumens um 8,0% gerechnet. Erst ab 2013 prognostizieren Branchenkenner wieder steigende Bauinvestitionen. Der Anteil an der Bruttowertschöpfung ist von 12,3% im Jahr 2007 auf 10,1% (2010) gesunken. Experten erwarten eine weitere Annäherung an den europäischen Durchschnitt von circa 6%.




Die hohe Verschuldung der Privathaushalte, Baupromotoren und Baufirmen, ein Überangebot an Wohnungen sowie der erschwerte Zugang zur Finanzierung und die globalen Finanzkrise führten zum Platzen der spanischen Immobilienblase. Ein jäher Einbruch des privaten Wohnungsbaus war die Folge, die realen Immobilienwerte sanken drastisch und das Bauvolumen halbierte sich binnen kürzester Zeit. Dadurch ging die gesamte spanische Wirtschaftsleistung zurück (reale Veränderung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) 2009: -3,7%; 2010: -0,1%). Für 2011 und 2012 sehen die Prognosen leichte Zuwächse von 0,9% beziehungsweise 1,6% vor.

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