Mittwoch, 14. September 2011

Den Banken geht das Geld aus !

Um die spanischen Banken sieht es nicht gut aus.
Gab es wohl während der Finanzkrise in Spanien nur wenige Bank Zusammenbrüche, so heißt das nicht, dass die hiesigen Banken alles besser gemacht haben. Das Reglement- und Kontrollsystem über das Finanzwesen ist in Spanien um einiges strenger und nicht so liberal wie in vielen anderen Ländern. Das hatte ein größeres Fiasko bisher verhindert oder besser aufgeschoben. Unter der Decke brodelt es aber.
Den Banken geht schlichtweg das Geld aus. Die kanarischen Banken haben innerhalb eines Jahres 47,2% weniger Hypotheken bewilligt, als noch im Sommer 2010. Gab man früher großzügig Baukredite oft bis 100% des Bauvolumens, ist heute die Bankenwelt eher knausrig und verschlossen oder nicht mehr in der Lage Projekte zu finanzieren.
1173 Hypotheken wurden auf den Kanaren vorzeitig gekündigt. Eine auf den ersten Blick geringe Anzahl, aber die Banker sitzen bereits auf  Tausenden unbewohnter Häuser und Wohnungen. Der Unterhalt dieser Liegenschaften kostet Geld und davor scheuen sich die Gläubiger.

Es gibt kaum einen Ort auf den Inseln, wo keine Wohnungen und Häuser zum Verkauf stehen.
Das wiederum hat die Immobilienpreise kräftig um bis zu 40% und mehr fallen lassen.
Vor einer Neubewertung zu einem realistischen Marktpreis dieser Banksicherheiten konnte man sich bisher drücken. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. Der Tag X kommt und bald, dann möchte ich kein Banker sein.   

1 Kommentar:

  1. Schlechte Aussichten für Spanien: Die Ratingagentur Fitch droht, Spaniens Kreditwürdigkeit erneut herabzustufen. Derzeit gibt die Agentur dem Krisenland die zweitbeste Note - doch das könnte sich bald ändern. Doch langsames Wirtschaftswachstum, nicht erreichte Sparziele und ein unerwartet hoher staatlicher Anteil an der Rettung der Bankenbranche führen zu einem "negativen" Ausblick.
    Soeben gefunden und bei Spiegel.de nachzulesen.

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