Montag, 30. März 2009

Spanien muss erste Bank stützen

Die Folgen der Rezession holen die iberischen Institute ein: Erstmals seit Beginn der Krise muss auch in Spanien eine Bank vom Staat aufgefangen werden. Die regionale Sparkasse Caja Castilla la Mancha erhält eine milliardenschwere Geldspritze.
Lange sahen Spaniens Banken stabiler aus als ihre Konkurrenten im Ausland - nun muss auch Madrid einem Institut unter die Arme greifen. Die regionale Sparkasse Caja Castilla la Mancha wird mit einem Milliardenkredit von der Zentralbank gestützt.
Das Institut soll bis zu 9 Mrd. Euro an Liquiditätshilfen erhalten, für die die Regierung eine Garantie abgibt. Das Kabinett hatte am Sonntagabend auf einer kurzfristig einberufenen Sitzung den Weg für die Rettung frei gemacht.
Vorausgegangen war eine Entscheidung der Zentralbank. Sie hatte am Samstag beschlossen, das Direktorium der Bank auszuwechseln und das Institut mit einer Geldspritze zu stützen. Die Bank habe ein vorübergehendes Liquiditätsproblem, so die Regierung. Die Hilfen sollen es der Sparkasse ermöglichen, ihren Verpflichtungen gegenüber Gläubigern und Sparern nachkommen.
Spanien ist bislang ohne die Verstaatlichung von Banken oder größere staatliche Kapitalspritzen für den Sektor ausgekommen. Die Institute des Landes haben im Gegensatz zu vielen internationalen Konkurrenten kaum in komplexe Wertpapiere investiert, die stark an Wert verloren und so schmerzhafte Abschreibungen verursacht haben. Zudem haben die Geldhäuser auf Druck der spanischen Regulierer spezielle Reserven aufgebaut, um sich für eine Flaute zu rüsten. Die Institute kommen daher bisher gut durch die Krise. Die größte, Santander, profitiert sogar: Sie übernahm einige kriselnde Konkurrenten, darunter Teile des britischen Instituts Bradford & Bingley ... weiter

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