Freitag, 13. März 2009

So wird nun beim Urlaub gespart


Verunsicherung ja, kompletter Verzicht nein: So sieht aus der Sicht von Tourismusforschern und Reisebranche derzeit die Stimmungslage der Deutschen in Sachen Urlaub aus.
Zum Start der Reisemesse ITB in Berlin (11. bis 15. März) wurde zwar deutlich, dass etwa jeder siebte Deutsche (15 Prozent) einen Einfluss der Finanzkrise auf seine Urlaubspläne sieht. Zugleich geht die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) aber auch davon aus, dass der Anteil der Deutschen, die ihre Koffer packen, nur von 76 auf 73 Prozent zurückgehen wird. Und Klaus Laepple, Präsident des Branchenverbandes DRV, erklärte, dass trotz der Wirtschaftskrise im Sommer kein Rabattkampf der Reiseveranstalter zu erwarten sei.
Urlaubsreisen seien für die Deutschen eine «liebe Gewohnheit», sagte der Tourismusforscher Prof. Martin Lohmann aus Kiel bei der Vorstellung der neuen FUR-Reiseanalyse. «Das ist so ähnlich wie Weihnachtsbaum-Kaufen. So schnell verzichtet man darauf nicht.» Die Tourismusforscher gehen deshalb davon aus, dass die Deutschen eher versuchen werden, an ihren Urlaubsorten die Ausgaben zu senken - also zum Beispiel weniger oft Essen zu gehen und seltener einzukaufen. Auch die Zahl der Kurztrips und zusätzlichen Reisen könnte sinken.
Budgetsicherheit am Urlaubsort ist den Deutschen derzeit wichtig - so sieht es auch DRV-Präsident Laepple. Bei den Buchungen für den Sommer lägen vor allem All-inclusive-Angebote im Trend, bei denen die Touristen schon bei der Anreise wissen, was sie alles kostenlos essen und trinken dürfen und welche Sport-Aktivitäten ihnen umsonst geboten werden. Die Türkei mit ihrem großen Angebot an All-inclusive-Hotels liege derzeit - gegen alle Trends - mit acht Prozent mehr Buchungen bei den Veranstaltern im Plus. Das wichtigste Reiseziel der Deutschen im Ausland werde aber auch 2009 Spanien bleiben. Dort legten momentan vor allem Ziele auf dem Festland bei den Veranstaltern zu. Mallorca, Ibiza und die Kanaren dagegen seien weniger gebucht als zur ITB 2008 ... weiterlesen

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