Freitag, 20. Februar 2009

Reiselust im Moment deutlich gebremst

Im Zeichen der aktuellen Wirtschaftskrise tendieren die Kunden offenbar zu Extremen - Der Boom ist vorbei.
Die Wirtschaftskrise zieht Kreise, inzwischen wird an fast allem gespart, was nicht lebensnotwendig ist. Auch den Reisebüros steht nach dem Boomjahr 2007/2008 wohl eine gewisse Durststrecke bevor. Das Stimmungsbarometer hat auf jeden Fall die Höhenregionen verlassen, wie eine kleine Umfrage zeigt. Die Mittelschicht ist so gut wie weggebrochen, die Schere zwischen ganz billig und ganz teuer geht bei den Reisen immer weiter auseinander», sagt die Reisekauffrau Susanna Wolf (Reisebüro Brück), die das Geschäft seit 20 Jahren «von innen» kennt. Standards wie die einwöchige Kanaren-Reise, die früher im Wintergeschäft gerne und oft gebucht wurde, werden kaum nachgefragt.«Das klassische Mittelmeer-Reisegeschäft gibt es auch nicht mehr», fügt Susanna Wolf hinzu. Interesse finden eher Touren mit sanftem Abenteuer-Beigeschmack wie zehn Tage Vietnam, ein Dubai-Besuch mit Fahrt auf einem arabischen Segelschiff oder ein Sightseeing-Trip durch Brasilien mit anschließendem Badeurlaub.Zum Jammern sieht Susanna Wolf allerdings keinen Grund. Wenn ein Reisebüro über qualifiziertes Personal verfüge, könne es auch andere Kundenkreise akquirieren: «Es ist etwas anderes, ob ich mich vor Ort auskenne und konkrete Empfehlungen ausspreche oder nur mit den Kunden in den Reisekatalogen blättere», sagt Wolf. Sogar der Iran sei inzwischen wieder eine reizvolle «Destination», wie das im Reisebüro-Deutsch heißt.Petra Spitzbarth, lokale Verkaufsleiterin von «Atlas Reisen» und des DER Reisebüros in der Fußgängerzone, kann den aktuellen Hang der Reisewilligen zu «Extremen» weitgehend bestätigen. «Die Leute sind spürbar zögerlich, obwohl das Geschäft nicht wirklich schlecht läuft», meint Spitzbarth. Im Vergleich mit dem «exorbitanten Boomjahr» 2007/2008, in dem die Reisebranche nach Spitzbarths Worten «vom allgemeinen Aufschwung profitiert» und Umsätze wie vor zehn Jahren verzeichnet habe, sei die Reiselust momentan deutlich gebremst. «Das ist vergleichbar mit dem Einbruch, den die Branche nach den Anschlägen des 11. Septembers 2001 zu spüren bekam. Vor allem Flugreisen wurden durch die scharfen Kontrollen schwieriger - und die Menschen verloren die Lust daran», erzählt Petra Spitzbarth ... weiterlesen in den Fürther Nachrichten

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