Sonntag, 1. Februar 2009

Extrasolare Planeten von La Palma aus entdeckt

Astronomen ist es erstmals gelungen, das Licht zweier Exoplaneten von der Erde aus zu beobachten und die Temperatur ihrer Atmosphären zu bestimmen. Bislang waren entsprechende Untersuchungen nur mit Weltraumteleskopen gemacht worden. Über die Beobachtungen berichten gleich zwei Forscherteams in der Fachzeitschrift Astronomy & Astrophysics.
Die Entdeckung eines sogenannten Transitplanetens ist reine Glücksachse: Damit man nämlich eine solche extrasolare Welt aufspüren kann, muss sie - von der Erde aus gesehen - gerade vor ihrem Zentralstern vorüberlaufen und so das Licht der fernen Sonne für einige Zeit geringfügig verdunkeln. Inzwischen wurden trotzdem über 50 dieser Transitplaneten aufgespürt.
Noch schwieriger als die Entdeckung dieser Exoplaneten ist die Messung des Lichts, das uns von diesen fernen Welten erreicht. Im Vergleich zu ihrer Sonne senden die Planeten nämlich kaum Licht aus. Am ehestens sind sie noch im Infraroten zu beobachten, vor allem dann, wenn sie ihre Sonne in großer Nähe umrunden und ihre Atmosphären deswegen ausgesprochen heiß sind. Solche Planeten nennen die Astronomen "heiße Jupiter", sofern es sich - wie bislang meist - um Gasriesen handelt. Die Entdeckung der Wärmestrahlung dieser fernen Welten gelang bislang allerdings nur vom Weltraum aus.
In der europäischen Fachzeitschrift Astronomy & Astrophysics berichten jetzt zwei Teams unabhängig voneinander von den ersten Beobachtungen des Lichts zweier Transitplaneten von der Erde aus. Das Team um Ernst de Mooij und Ignas Snellen von der Universität im niederländischen Leiden visierte mit dem 4,2 Meter-William Herschel-Teleskop auf der Kanareninsel La Palma den Stern TReS-3 und seinen Planeten TReS-3b an ... weiterlesen

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