Sonntag, 12. Oktober 2008

Spanien: Schwarzgeld soll aus der Finanzkrise führen


Kanaren: Zapatero will Schwarzgeld legalisieren: Her mit den 500-Euro-Scheinen!Krisen machen erfinderisch, zumindest dann, wenn man sonst keine Ideen und Konzepte hat. Spaniens Nummer eins José Zapatero denkt offenbar daran, den Banken des Landes flüssiges Geld zuzuführen. Dass dies in besonderem Maße als Schwarzgeld im Land ist, weiß jeder. Vor allem im Bausektor wurde (und wird) unter der Hand bezahlt. Damit die Geldkoffer nicht allzu dick werden, sind 500-Euro-Scheine beliebt. In Spanien gibt es demnach die meisten 500-Euro-Scheine in der Eurozone - nach Angaben der Zentralbank 108 Mio. Stück im Wert von insgesamt 54 Mrd. Euro. Gesehen hat sie aber bislang kaum jemand, deshalb werden die Banknoten in Spanien auch "Bin Laden" genannt. Sie wandern vor allem bei illegalen Geschäften über den Tisch. Nur auf die Bank bringen will sie keiner, denn dann müsste man erklären, woher das Geld stammt. Jetzt denkt Zapatero nach einem Bericht der Zeitung El Mundo über eine Amnestie für alle Besitzer von 500-Euro-Scheinen nach. Wäre es straffrei, würden alle Schwarzgeldbesitzer ihre Bündel zur Bank tragen. Die Banken wären wieder flüssig und könnten weiter munter Konsum- und Immobilienkredite verteilen. Würden die Bürger ihr Geld zur Bank tragen, müsste die Regierung weniger davon drucken. Die ohnehin enorme Inflation in Spanien würde nicht weiter angeheizt. 54.207 Millionen Euro könnten so nach dem Bericht von El Mundo in die spanischen Banken gespült werden. Einziger Haken. Bislang sind die Fachleute dagegen, sogar das eigene Finanzministerium, die Bank von Spanien sowieso.

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