Sonntag, 26. Oktober 2008

Ist Spanien Gewinner in der Finanzkrise ?

Während Deutschland und andere Länder ihren Banken mit Milliarden helfen, hält sich Spanien zurück. Dem Land geht es relativ gut - trotz geplatzter Immobilienblase.Viele Wirtschaftsexperten sagen Spanien seit Jahren die schlimmste Wirtschaftskrise der Geschichte voraus. Ähnlich wie in den USA herrschte auch hier seit Jahren ein ungebremster Bauwahn. Die Privathaushalte verschuldeten sich über ein gesundes Maß hinaus, während die Kreditzinsen stetig stiegen. Es schien nur eine Frage der Zeit, bis auch in Spanien Zustände herrschen würden wie in den USA.
Doch bislang hat das Land die Gefahr gut gemeistert. Die Spanier haben ihr Finanzsystem im Griff. Inzwischen gehört es zu den rentabelsten und effizientesten der Welt. Der ehemalige Notenbankchef Jaime Caruna hat die "Basel II" genannten Vorschriften für Banken mit vorangetrieben, und in Spanien wurden sie schon im vergangenen Jahr von vielen großen Banken und Sparkassen umgesetzt. In Deutschland geschah das erst pflichtgerecht Anfang 2008.
Die spanische Bankaufsicht agiert effizient und streng. Schon seit Jahren beobachtet sie mit Vorsicht das wachsende Kreditvolumen der spanischen Finanzdienstleister. Sie hatte sich Monat für Monat im Detail über die Transaktionen im großen Stil informieren lassen und den Kauf von Subprime-Kreditderivaten von Anfang an verboten. Dieser Artikel erschien in der "Zeit-Online"

Nach meiner Meinung kommt das bittere Ende auch in Spanien spätestens Anfang 2009. Wir haben hier seit Ende 2007 unsere hausgemachte Wirtschaftskrise, in die Madrid in den vergangenen Monaten bereits viele Milliarden Euro gesteckt hat. Spanien war also bereits, wenn auch nicht geplant, auf die internationale Finanzkrise vorbereitet. Eine hohe Inflationsrate um die 5% und stetig steigende Arbeitslosenzahlen zeigen die Rezession an. Inmobilienzwangsverkäufe bei kräftig fallenden Immobilienpreisen und Notverkauf bei Privatgütern wie Personenkraftwagen, führen das täglich für jeden erkennbar vor.

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