Freitag, 10. Oktober 2008

Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf den Kanaren


Die kanarischen Inseln spüren die Weltwirtschaftskrise doppelt.
Haben wir zum einen unsere hausgemachte spanische Finanzkrise, die seit Ende 2007 ihre Bremsspuren zeigt. Nun kommt noch die internationale Krise verstärkend hinzu und ein Ende ist nicht abzusehen.
Gleichzeitig laufen viele EU-Förderprogramme aus, die in den vergangenen 15 Jahren so manche Euromillionen auf die Inseln gespült haben.
Täglich werden die Canarios mit neuen Hiobsbotschaften konfrontiert.


Arbeitslosigkeit auf höchstem NiveauDie Arbeitslosigkeit ist in Spanien auf dem höchsten europäischen Niveau angekommen. 11,3% der erwerbsfähigen Bevölkerung waren im September arbeitslos, so viel wie nirgendwo wo sonst in Europa.

Verkauf von Neuwagen zurückgegangenDer Neuwagenmarkt ist auf den Kanarischen Inseln um 54% zurückgegangen. Das geht aus einer Meldung der DGT, der Direccíon Gerneral de Trafíco, hervor.

Spanische Immobilienblase geplatzt
Euroland - Die Eurozone gerät mit dem Platzen der spanischen Immobilienblase und der Kreditblasen in Osteuropa in die Krise ... interessanter Bericht weiterlesen

Weniger Geld aus Madrid
Der Präsident der Kanarischen Inseln, Paulino Rivero hat in einer Rede am Wochenende in Santa Cruz auf Teneriffa alle Parteien um eine Allianz gegen die geplanten Haushaltskürzungen aus Madrid gebeten. Bisher wurden die Kanarischen Inseln, wie auch andere Autonomien mit Subventionen aus Madrid unterstützt. Diese sollen ab dem kommenden Jahr deutlich niedriger ausfallen als bisher – die Rede ist von mehreren hundert Millionen Euro.


Diese Liste könnte beliebig verlängert werden. Hier muß man nun umdenken und sich klar werden, daß die goldenen Jahre des kräftigen Wirtschaftsaufschwungs und größtenteils auf Pump finanzierten Wohlstandes zu Ende sind. Allerdings sind die Palmeros in diesen Dingen sehr flexibel.
Erinnert man sich doch an die Krise in den 60er Jahren, wo viele Palmeros nach Südamerika ausgewandert sind. So weit ist es im Moment noch nicht, aber man erinnert sich an seine brachliegenden Äcker und Ländereien. Verstärkt ist zu beobachten wie Felder quasi über Nacht rekultiviert werden. Ganz nach dem Motto: "Die eigene Scholle ist des Bauern goldene Knolle".

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