Samstag, 27. September 2008

Spanische Börse im freien Fall

Rauschige Fiestas enden immer gleich – mit einem kräftigen Kater. Die spanische Börse Ibex befindet sich seit 9 Monaten im kräftigen Abwind. Wie im Strudel eines Fallwindes verlor sie fast 35% ihrer Dezember Notierung. Die Auswirkungen des jahrelangen Wirtschaftsbooms in Spanien dürften im schlimmsten Fall aber erheblich grössere Auswirkungen haben als bislang gedacht. Die pulsierende Baukonjunktur verdeckte nämlich jahrelang strukturelle Defizite des Landes. Neue Wohnungen, neue Büros, gigantische Infrastrukturprojekte gepaart mit niedrigen Zinsen im Euroraum erzeugten einen enormen Wohlstandseffekt dank explodierender Immobilienpreise.
Vieles ist auf Pump finanziert – neben den Immobilien selbst wurde nämlich auch der private Konsum zu grossen Teilen via Kredit ermöglicht.
Nun droht der doppelte Kollaps.
Zur hausgemachten Rezession kommt nun noch die amerikanische Finanzkrise. Kräftige Auswirkungen werden in den kommenden Monaten auf dem Arbeitsmarkt zu spüren sein. Auch die spanischen Banken und Versicherungen stehen nur noch auf einem tönernen Fuss. Ein kräftiger Windstoß reicht und das Kartenhaus fällt in sich zusammen.

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